Saleen S7 LM

Einer der bekanntesten Supersportwagen aus den USA ist der Saleen S7. In den frühen 2000er Jahren fuhr die Rennvariante in diversen globalen Rennserien mit, unter anderem auch in der European-Le-Mans-Serie. So gelangten die Amerikaner auch zum wohl bekanntesten Langstreckenrennen, den 24 Stunden von Le Mans. Dort dauerte es allerdings bis 2010, ehe die Saleen einen Sieg in der GT-Kategorie einfahren konnte. Andernorts hatte man bereits deutlich eher große Erfolge gefeiert. Obwohl die Serienproduktion eigentlich 2008 bereits abgelaufen war, rollten 2017 die finalen drei Exemplare der straßentauglichen S7 mit dem Zusatzkürzel LM vom Band. Eines dieser Autos kommt in Kürze bei RM Sotheby’s unter den Hammer.

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Gesamtsiege und Klassensiege gehören zur umfangreichen Rennhistorie der Saleen S7. Ihr Name ist mit Teams wie Fordahl Motorsports, Ray Mallock, Allen-Speedlab, Konrad Motorsport, Vitaphone Racing, Park Place Racing, Graham Nash Motorsport, ACEMCO Motorsports, Oreca, Balfe Racing, Zakspeed, Racing Box, Larbre Compétition und weiteren eng verbunden, die den Rennwagen in Nordamerika, Europa und im Rahmen der FIA-GT-Serie teilweise in Asien einsetzten. Dabei gewonnene Erkenntnisse flossen direkt in die Verbesserung der parallel laufenden Sportwagenproduktion ein. Dennoch entstanden im Laufe von rund acht Jahren lediglich knapp 100 Exemplare der Saleen S7, von denen rund 30 für verschiedene GT-Kategorien im Rennsport vorgesehen waren. Die offizielle Serienproduktion endete im Jahr 2008. Unglaubliche neun Jahre später liefen jedoch ganz offiziell noch einmal drei Exemplare der S7 LM vom Band, die im Vergleich zum normalen Straßenfahrzeug ein Aerodynamikpaket mit feststehendem Heckflügel, neuen Seitenschwellern und Luftleitelementen am Unterboden sowie eine Leistungssteigerung des sieben Liter großen V8-Biturbotriebwerks auf 1.300 PS mit sich brachten. Laut einigen US-amerikanischen Quellen konnten die drei VIP-Kunden im Jahr 2019 eine Leistungssteigerung auf 1.500 PS bestellen, wenn sie dies wollten. Wie oft diese Option gezogen wurde, ist unbekannt.

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Bekannt ist hingegen, dass das hier gezeigte Fahrzeug schon mehrfach zum Verkauf stand und auch bei größeren Auktionshäusern versteigert wurde. Nun versucht RM Sotheby’s also einen neuen Besitzer für den silbernen Flitzer zu finden. Dieser darf dann die Beschleunigungszeit von 2,2 Sekunden auf Tempo 100, die auf dem Papier stehen, versuchen zu verifizieren. Auch die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h ist bis heute graue Theorie und wurde von Saleen nie unter Beweis gestellt.

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Dieser Saleen S7 LM kommt am 27. Februar in Miami bei RM Sotheby’s unter den Hammer und soll dabei zwischen 900.000 und 1.100.000 US-Dollar einspielen.

Bilder: RM Sotheby’s, Rasy Ran