Retro Classics Essen 2026

Wo in den letzten 35 Jahren immer die Techno Classica stattfand, läuft aktuell erstmals die Retro Classics Essen. Die Erstauflage kann sich durchaus sehen lassen, bietet aber hier und dort noch Möglichkeiten zur Feinjustierung. Für Autofans ist von der Messingära bis zu den modernsten Supersportwagen alles vorhanden. Speziell in der großen Halle 3 ist die Exotendichte sehr hoch. Unser virtueller Rundgang beginnt in Halle 3, läuft die Hallennummerierung hoch und endet schließlich in den Hallen 2 und 1.

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Wie bereits zu Zeiten der Techno Classica siedelte auch die Messe-Organisation der Retro Classics die hochwertigsten Anbieter in der großen Halle 3 an. Zudem war in diesem Bereich ausschließlich der Eingang West zugänglich, sodass die Besucher nur mit Halle 3 und nicht über den Eingang Süd auch mit der Halle 1 ihren Rundgang beginnen konnten. Alternativ gab es noch den Eingang Ost an Halle 8. Von einer Parade von Vorkriegs-Bentley reichte das Angebot der in Halle 3 untergebrachten Händler bis hin zu modernsten Supersportwagen und Hypercars wie dem McLaren P1, einem Ferrari 812 Competizione A oder einem Spyker C8 LM85. Dazwischen tummelten sich Autoversicherungen, Anbieter von hochwertiger Bekleidung und mit CMC auch der wohl hochwertigste Großserienhersteller von Autominiaturen im Maßstab 1:18. Auf der anderen Seite der Preisskala stehen Fahrzeuge wie ein Fiat 126 oder eine Horde Fiat Panda. Eine Sonderschau widmete sich den drei Karosserien, die in den 1920er und 30er Jahren für den Bugatti Typ 41 Royale entstanden sind, jedoch heute nicht mehr auf den sechs originalen Fahrgestellen zu finden sind. Damals war es gerade unter reichen Fahrzeugbesitzern noch durchaus üblich, nicht das ganze Auto, sondern nur die Karosserie auszutauschen.

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Unser Weg führte uns durch Halle 4, in der es gewerblich angebotene Klassiker und einige klassische Nutzfahrzeuge gab, in die Halle 5. Hier gab es im Vergleich zu den letzten Jahren der Techno Classica eine klare Verbesserung zu verzeichnen. Die gesamte Halle wurde den Marken- und Modellclubs zur Verfügung gestellt (wobei einige auch in den Hallen 1, 2, 3, 6, 7 und 8 zu finden waren). Aufgrund der deutlich größeren Flächen konnten die Autos und das Clubleben viel schöner in Szene gesetzt werden. Hier bieten sich für die kommenden Jahre Chancen auf tolle Clubdisplays, wie es sie einst in den oberen Hallen des Essener Messegeländes schonmal gegeben hat.

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Neben reichlich Ersatzteilen und Automobila bot die Halle 6 auch Platz für privat und gewerblich angebotene Klassiker. Dies setzte sich in der benachbarten Halle 7 weiter fort. Hier fiel jedoch auch der große Stand des TVR-Clubs ins Auge, der viele dieser einzigartigen britischen Sportwagen mitgebracht hatte.

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In der hallenverbindenden Galeria gab es zahlreiche Stände britischer Marken- und Modellclubs. Passend dazu präsentierte der Marktbewerter Classic Analytics einen von nur 100 gebauten Morgan Aeromaxx. In Halle 2 gab es ein Wiedersehen mit einem bekannten Fahrzeug von der Retro Classics in Stuttgart im Februar. Am Stand des Gewindefahrwerk-Experten KW stand erneut der Kaege Retro Turbo als Cabriolet. Daneben parkte ein Mercedes-Benz E 500 der Baureihe W 124, der mit viel Liebe auf einen V12-Motor umgebaut wurde. Einige Meter weiter stellte ein in Norwegen entstandener Nachbau des Porsche 917 KH mit Straßenzulassung viele Betrachter vor spontane Tagträume: Damit einmal über die Autobahn fahren… Weitere Träume standen bei der SGS Styling Garage von Chris Hahn. Seit den 1980er Jahren ist diese Firma für außergewöhnliche Fahrzeugumbauten bekannt. Besonders die Baureihe 126 von Mercedes-Benz gehörte dabei lange Zeit zu den beliebtesten Basisautos, beispielsweise für ein viertüriges Landaulet, einen Flügeltür-Umbau des Coupés SEC oder den vollumfassenden Umbau in den C1 Arrow inklusive eigenständiger Front- und Heckpartie. Aber auch den Porsche 928, den BMW 8er oder den Mercedes-Benz 190E baute man bei SGS um. Zudem gibt es bis heute immer wieder Anfragen, auch auf der Basis aktueller Fahrzeuge.

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Bleibt noch ein Blick in Halle 1. Wie bereits zu Zeiten der Techno Classica tummelten sich hier vor allem die Clubs rund um die Marke Mercedes-Benz. Dazu passend stellten die Organisatoren einige Händler mit hinein, aber auch eine Sonderausstellung zum Thema 90 Jahre BMW 327 und 328. Diese wirkte jedoch selbst im Umfeld der Stuttgarter Konkurrenz nicht deplatziert. Immerhin fand auch der Club des BMW 02 seinen Platz einige Meter weiter.

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Zeit für ein persönliches Fazit. Neben der Parkplatzsituation (18 Euro für ein Tagesticket im Parkhaus sind schon heftig) bleibt zu bemerken, dass man die Verteilung der Stände auf die Hallen noch ein wenig überdenken könnte. Beispielsweise könnte man den gesamten Clubs die Halle 6 überlassen und in den Hallen 4 und 5 zusammenhängend einen teilgewerblichen Auto- und Teilemarkt einrichten. Ebenso bleibt zu hoffen, dass man den einen oder anderen Hersteller zur Teilnahme bewegen kann, um aktuell noch vorhandene Leerflächen im kommenden Jahr zu füllen. Insgesamt war der erste Auftritt der Retro Classics in Essen jedoch um Welten besser als die vor einigen Jahren versuchte gleichnamige Messe in Köln.

Bilder: Matthias Kierse