Nur wenige Monate nach der Premiere des neuen Ferrari Amalfi zeigt der Sportwagenhersteller aus Maranello nun auch die offene Spider-Variante. Damit wird der direkte Vorgänger, der Roma Spider, wohl zu einem der Ferrari-Modelle jüngerer Zeit mit der kürzesten Produktionszeit. Lediglich rund drei Jahre lang konnte der offene 2+2-Sitzer erworben werden. Diese Frist dürfte der Amalfi Spider vermutlich überschreiten. Neben den optischen Modifikationen erhält er auch den auf 640 PS leistungsgesteigerten V8-Biturbomotor.
Wie bereits beim Amalfi Coupé ist auch der Wechsel vom Roma Spider zum Amalfi Spider letztlich hauptsächlich ein großes Facelifting nebst neuem Namen. Die gefälligeren Linien des geschlossenen Modells wurden gekonnt auf den offenen Modellbruder übertragen. Speziell die Frontpartie gewinnt dabei an Akzenten und wirkt anschließend deutlich wertiger. Relativ gleich geblieben sind die Maße von 4,66 Metern Länge, 1,97 Metern Breite und 1,30 Meter Höhe sowie der Radstand von 2,67 Metern. Als Gewichtsverteilung nennt Ferrari 48 zu 52 Prozent zwischen Front und Heck. In den Kofferraum passen bei geschlossenem Verdeck bis zu 255 Liter Gepäck, mit offenem Dach sind es noch 172 Liter. Dieses fünflagige Stoffverdeck öffnet und schließt auf Knopfdruck in 13,5 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Der aktive Heckspoiler kann in drei unterschiedliche Stufen ausfahren und erzeugt in der maximalen Einstellung bis zu 110 Kilogramm Anpressdruck bei 250 km/h. Vortex-Generatoren, verschiedene Diffusoren am Unterboden und speziell gestaltete Elemente vor den Radhäusern sorgen für einen möglichst ungestörten Luftstrom rund ums Fahrzeug.
Unter der langen Motorhaube verbirgt sich ein 3,9 Liter großer V8-Biturbomotor mit 640 PS und 760 Newtonmetern maximalem Drehmoment. Letzteres steht plateauartig in einem Drehzahlbereich von 3.000 bis 5.750 U/min zur Verfügung. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder übernimmt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Bei Bedarf schießt der Sportwagen in 3,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und in 9,4 Sekunden bis auf Tempo 200. Als Höchstgeschwindigkeit stehen 320 km/h im Datenblatt. Ebenfalls gut sind die Bremsleistungen mit einem Bremsweg von 100 km/h auf null in 30,8 Metern und von 200 auf null in 119,5 Metern. Zudem helfen die neuesten Assistenzsysteme dem Amalfi Spider dabei, die Fahrdynamik zu verbessern. Dazu zählen Brake-by-Wire und ABS Evo sowie EPS, VDC, F1-TCS, E-Diff3, SSC 6.1, FDE 2.0 und SCM-E Frs.
Hinter den vorderen Sportsitzen befinden sich zwei Notsitze, die allenfalls von kleinen Kindern wirklich genutzt werden können. Die meisten Besitzer eines Amalfi Spider werden diese Fläche wohl eher für zusätzliches Gepäck auf längeren Reisen nutzen. Im Armaturenbrett warten drei Digitaldisplays auf die Fahrzeugbesatzung. Hinter dem Lenkrad sitzt ein 15,6 Zoll großes Display, mittig ein 10,25 Zoll großer Touchscreen und oberhalb des Handschuhfaches ein 8,8 Zoll großes Beifahrerdisplay. Neben Apple CarPlay und Android Auto verfügt der Amalfi Spider auch über MyFerrari Connect.
Bilder: Ferrari















