Interclassics Maastricht 2026

Die erste Oldtimer-Messe in Europa ist jährlich die Interclassics im niederländischen Maastricht. Neben sehenswerten Sonderausstellungen und einem tollen Händlerangebot aus ganz Mitteleuropa lockt ab diesem Jahr auch das neu etablierte Supercar Foyer Fans in die Räumlichkeiten des MECC nahe der Universität. Allerdings kamen durch die Neugestaltung die Marken- und Modellclubs diesmal etwas unter die Räder. Vielleicht finden die Organisatoren hier zukünftig noch einen etwas besseren Weg, um auch dieses wichtige Szeneglied gut zur Geltung zu bringen.

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Bereits auf dem Weg zum Haupteingang kam man an einer Parade von fünf Dino 246 GT und GTS vorbei, die von der Gallery Aaldering mitgebracht worden waren. Nach dieser Einstimmung wandte ich mich direkt dem neuen Supercar Foyer zu. Aufgrund der mitgebrachten Fahrzeuge diverser Händler aus dem Benelux-Raum und von Esser aus Alsdorf bei Aachen müsste man eigentlich sachlich korrekt von einem Hypercar Foyer sprechen. Vier Koenigsegg auf wenigen Quadratmetern zusammenstehend gab es selbst auf internationalen Neuwagenmessen wie dem Genfer Salon nur selten zu sehen. Hinzu kamen ein Lamborghini SCV12 Essenza, ein Aston Martin Valkyrie Spider, ein Pagani Huayra, ein Apollo IE, ein Ferrari Enzo und ein Porsche Carrera GT, um die Parade der Hypercars abzuschließen. Doch auch die restliche Belegung dieses Hallenbereiches brauchte sich nicht zu verstecken. Zwei RUF SCR und einer von 22 gebauten Aston Martin DBR22 stehen hier nur stellvertretend für ein auf Anhieb gelungenes neues Konzept.

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Auch die normale Messe konnte in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Highlights und Exoten aufwarten. Zudem wird immer deutlicher, dass auch attraktive Youngtimer ins Interessensgebiet von Käufern und Sammlern rücken – sofern Zustand, Seltenheit und Preis zusammenpassen. Eine wahre Rarität war zweifelsfrei das in dieser Karosserieform nur einmal von Pinin Farina eingekleidete Exemplar eines Fiat 8V aus den 1950ern. Ebenso einzigartig ist der mit Hochdach und integriertem Kofferraum ausgeführte Lamborghini LM002, der in den späten 1980ern für den Sultan von Brunei entstand. Für den nächsten warmen Sommer standen bereits zahlreiche Cabriolets, Spider und Roadster zum Kauf bereit. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Wiesmann MF30?

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2026 widmeten sich die Messeorganisatoren für ihre große Sonderausstellung dem Thema Japan. Zahlreiche Klassiker aus dem Land der aufgehenden Sonne machten klar, dass hier nicht nur Allerweltsautos entstehen, sondern immer wieder auch Traumwagen wie der Toyota 2000GT, der Honda NSX, der Lexus LFA oder der 1991 bei den 24 Stunden von Le Mans siegreiche Mazda 787B. Auch erschwingliche Klassiker wie der Subaru XT oder der Mazda MX-5 standen hier im Rampenlicht.

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Im rechten Bereich der MECC-Hallen standen zahlreiche Klassiker zusammen, die man in dieser Konstellation sonst wohl nur auf dem Parkplatz einer größeren Oldtimer-Rallye finden würde. Nicht nur anhand der klassischen Buggies fiel hier zudem schnell auf, dass die früheren Jahrzehnte offenbar mutigere Kunden hatten, die sich ihre Autos auch mal farbenfroh konfigurierten. Ob grün metallic auf dem Alfa Romeo Montreal, dunkelrot auf dem Daimler DS 420 oder goldbronze auf einem Citroën GSA, diese Farben sehen auch heute noch gut aus und würden manch bravem Neuwagen gut zu Gesicht stehen.

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In der hinteren Halle gab es schließlich diverse Alltagsautos der 1980er und 1990er zu bestaunen, die aufgrund geringer Laufleistungen und guter Pflege in Bestzustand zu besichtigen waren. Wann haben Sie beispielsweise zuletzt einen Ford Escort Mk III als XR3i Cabriolet gesehen? Oder einen BMW 520i der Baureihe E34 mit nur knapp über 33.000 Kilometern auf dem Tacho? Unter den Exoten in dieser Halle waren zudem ein Matra-Simca Murena, ein Volvo V70 R, ein Mercedes-Benz E 55 AMG T-Modell und ein weiterer Wiesmann, diesmal als Topmodell MF5 GT.

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Der Ausflug nach Maastricht hat sich wieder einmal absolut gelohnt. Vielleicht sorgt mein Bericht ja auch dafür, den einen oder anderen Leser im kommenden Jahr im Januar zur Interclassics in die Niederlande zu locken.

Bilder: Matthias Kierse