Wenn es eine große Tuningfirma gibt, die für teilweise sehr wilde Umbauten bekannt ist, so ist das in der heutigen Zeit zweifelsfrei Mansory. Basierend auf luxuriösen Limousinen und SUVs sowie den neuesten Sportwagen und Hypercars entstehen in Brand im Fichtelgebirge Einzelstücke und Kleinserien mit mehr oder weniger geschmackvollem Design. Die neueste Kreation greift erstmalig ein Produkt der schwedischen Marke Koenigsegg auf. Es ist tatsächlich auch der allererste Koenigsegg weltweit, der optisch getunt wurde.
Koenigsegg besteht zwar inzwischen seit über 20 Jahren, hat in dieser Zeit jedoch weniger als 300 Autos gebaut. Entsprechend hoch werden die einzelnen Modelle gehandelt, zumal man sich leistungstechnisch immer wieder mit den Platzhirschen gemessen hat – und dabei oftmals als Sieger vom Platz ging. So hält Koenigsegg bis heute den offiziellen Rekord für das schnellste Serienfahrzeug mit dem Agera RS – obwohl Bugatti mit dem Chiron Super Sport schneller unterwegs war. Der Grund liegt hier darin, dass der Bugatti nur in einer Richtung gefahren ist, während der Agera regelkonform in zwei Fahrtrichtungen gefahren und anschließend der Mittelwert aus den erzielten Geschwindigkeiten gezogen wurde.
Doch ich schweife ab, denn hier soll es ja um den weltweit ersten umgebauten Koenigsegg gehen. Im Kundenauftrag entstand bei Mansory ein Bodykit für das aktuelle Flaggschiff der Schweden, den Jesko Attack. Dieses besteht aus 17 einzelnen, aus Carbon handgefertigten Komponenten. Vorn beginnt alles mit einer neuen Spoilerlippe, die seitlich in einem mehrstöckigem Luftleitelement endet. Auf der vorderen Haube montiert Mansory einen Aufsatz mit zusätzlichen Luftauslässen. Auch die Seitenschweller sind deutlich modifiziert und erhalten vor den Hinterrädern Windabweiser, die mit ihren Gegenstücken hinter den Rädern eine Art Luftgardine erzeugen und damit den Luftwiderstand an dieser Stelle drastisch reduzieren. Auf dem abnehmbaren Hardtop sitzt eine neue Lufthutze, die Frischluft zum V8-Biturbotriebwerk fächert.
Da Koenigsegg insgesamt nur 125 Exemplare des Jesko produziert und rund ein Viertel davon auf die Hochgeschwindigkeitsvariante Absolut entfällt, wird die Verbreitung des Mansory Bodykits eng begrenzt bleiben. Ob weitere Modelle der schwedischen Marke zukünftig bei diesem Tuner umgebaut werden, hängt von den jeweiligen Besitzern ab.
Bilder: Mansory








