Retro Classics Stuttgart 2026

Von Donnerstag bis zum gestrigen Sonntag lief auf dem Stuttgarter Messegelände am Flughafen die 25. Ausgabe der Retro Classics. Rund 83.000 Besucher kamen, um sich die ausgestellten Fahrzeuge und Exponate in sieben Hallen anzusehen. Zusätzlich gab es eine sehenswerte Sonderausstellung mit Fahrzeugen, die der im Januar verstorbene Rennfahrer Hans Herrmann im Laufe seiner Karriere bewegt hat. Er war der letzte lebende Silberpfeil-Pilot und fuhr alles, vom Bergrennen bis zur Rallye und vom Formel-Monoposto bis zum Sportwagenprototyp.

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Der Höhepunkt der Retro Classics ist stets die große Halle 1 des Stuttgarter Messegeländes. Hier stellen mit Mercedes-Benz und Porsche die beiden heimischen Autohersteller ebenso ihre Klassiker aus, wie die großen Namen der Händlerszene und Institutionen wie Versicherungen, die Motorworld und so weiter. Bei Porsche stand das 75-jährige Bestehen der Motorsportabteilung im Mittelpunkt. Ansonsten bot sich in der Halle ein bunter Überblick von Klassikern aus der Messingära bis hin zu neuesten Sportwagen wie dem Morgan Supersports oder dem Ferrari SF90 XX Stradale.

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Im oberen Rundgang der Halle 1 standen wie in jedem Jahr diverse Klassiker zum Kauf bereit. Auch hier war das Angebot weit gefächert, vom ‚Gelb-Schwarzen Renner‘ Käfer GSR über Repliken des Audi Sport quattro S1/E2 bis hin zu Straßenkreuzern oder farblich mutig konfigurierten Sportwagen.

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Ein Stück weiter in Halle 3 ging das Clubleben bunt und formschön los. Besonders die Freunde amerikanischer Autos kamen auf ihre Kosten, gab es doch vom Mustang bis zum Hot-Rod alles zu sehen, was die US-Szene ausmacht. Aber auch Japaner und Italiener fanden in diesem Bereich ein kurzzeitiges Zuhause unter den interessierten Blicken der Messebesucher.

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Halle 5 ist bei der Retro Classics stets die Heimat der Mercedes-Benz Clubs. Hier gab es dieses Jahr ein wahres Highlight zu sehen. Ende der 2000er Jahre entwickelte Mercedes-AMG erstmals ein komplett eigenständiges Auto, den SLS. Hierfür beschaffte man in Affalterbach einige Sportwagen von anderen Herstellern zum testen und aus dem eigenen Konzern einige Dodge Viper, die zu Erprobungsfahrzeugen für die Technikkomponenten umgebaut wurden. Normalerweise wandern solche sogenannten Mules nach erfolgten Erprobungsphasen in die Schrottpresse. Umso erstaunlicher, dass auf der Retro Classics eine dieser umgebauten Dodge Viper auftauchte. Ein paar Stände weiter zeigte das Deutsche Polizei-Museum eine umfangreiche Unfallszene zwischen Auto und Fahrradfahrer. Auch das Mazda Museum aus Augsburg war wieder vertreten.

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Nochmal ein Halle weiter dürfen auch die BMW Clubs zeigen, was sie so in ihren Beständen haben. Der Club rund um den 8er BMW feiert das 35-jährige Jubiläum der Baureihe mit zahlreichen ungewöhnlichen Exponaten. Während die Alpina-Variante noch einigermaßen bekannt ist, dürfte der Hartge H2 ebenso selten sein, wie der Umbau zum Cabriolet oder zum 840d mit V8-Dieseltriebwerk. Im hinteren Hallenteil standen viele Versionen des Opel Omega A bis hin zum Evo 500.

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Halle 10 bot die Ausstellung ‚Colours of Speed‘, die sich klassischen Rennliveries widmete. Ob HB bei Audi, Rothmans bei Opel und Porsche, Jägermeister oder Martini, BASF und nicht zuletzt Marlboro: einige Lackierungen haben sich bis heute ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Das Nationale Automuseum – The Loh Collection brachte einige schöne Exponate mit und kündigte bereits die kommende Sonderausstellung zum Thema Rallyesport an. Im hinteren Hallenteil standen klassische Lastwagen und Omnibusse.

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Die Hallen 8 und 9 boten den Messebesuchern zahlreiche Möglichkeiten, Geld für Automobilia, Modellautos oder auch komplette Fahrzeuge auszugeben. Ein durchaus interessantes Exponat war dabei ein Opel Corsa A Vorserienfahrzeug, das bis vor kurzem im Ausbildungszentrum von Opel stand und daher quasi keinerlei Laufleistung aufwies.

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Insgesamt bot die Retro Classics in diesem Jahr weniger Highlights aus der automobilen Oberschicht, dafür aber mehr aus dem Alltagsleben. Der Besuch in Stuttgart lohnte sich auf jeden Fall.

Bilder: Matthias Kierse