Die russische Automarke Volga (oder auch „Wolga“) ist in Deutschland vor allem in den Bundesländern bekannt, die früher zur DDR gehörten. Dort waren die zumeist schwarz lackierten Limousinen häufig als Taxen oder für führende Politiker im Einsatz. Die Normalbevölkerung konnte sich diese Fahrzeuge üblicherweise nicht leisten. Nach einer längeren Pause kehrt Volga nun zurück – allerdings weniger russisch als man denken könnte. Inzwischen steckt die chinesische Marke Geely hinter dem Traditionshersteller.
Gleich zwei neue Modellreihen sollen noch in diesem Jahr verfügbar gemacht werden. Hinter dem Kürzel C50 verbirgt sich eine Mittelklasselimousine, der K50 ist ein mittelgroßes SUV. Beide basieren auf aktuellen Modellen von Geely, kommen aber dank neuer Kühlerpartie und neuer Abstimmung als eigenständige Fahrzeuge auf den Markt. Der K50 basiert auf dem Geely Monjaro, ist 4,77 Meter lang, 1,90 Meter breit und verfügt über einen Radstand von 2,85 Metern. Als vorerst einzigen Antrieb gibt es einen zwei Liter großen Vierzylinder-Turbomotor mit 238 PS, der seine Kraft über eine Achtgang-Automatik auf den permanenten Allradantrieb weiterleitet. Das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern passt sich an die jeweiligen Straßenverhältnisse an.
Zur Serienausstattung des K50 zählen ein Panorama-Glasschiebedach, LED-Ambientebeleuchtung, ein Premium-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern sowie elektrisch einstellbare Vordersitze mit Heiz-, Kühl- und Massagefunktionen. Zudem kann der Fahrer auf zahlreiche Assistenzsysteme zurückgreifen, die alle aktuellen Sicherheitsstandards abdecken.
Für den Volga C50 dient der Geely Preface als Basis. Die klassische Limousine erstreckt sich auf 4,82 Meter Länge, 1,88 Meter Breit und hat 2,8 Meter Radstand. Unter der Motorhaube steckt ebenfalls ein zwei Liter großer Turbomotor, der wahlweise mit 150 oder 200 PS erhältlich ist. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder übernimmt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Innen sorgen ein digitales Kombi-Instrument und ein vertikal ausgerichteter Touchscreen für die Anzeige aller benötigten Daten. Zur weiteren Ausstattung zählen eine Klimaautomatik, ein Tempomat, eine 360-Grad-Kamera, Keyless-Go und LED-Scheinwerfer.
Trotz der neuen Firmenstruktur verbleibt die Fahrzeugproduktion in Russland. Genutzt wird dabei das ehemalige Volkswagen-Werk in Nischni Nowgorod, wo nach dem Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine 2022 die Produktion eingestellt wurde und die Partnerschaft mit dem lokalen Hersteller GAZ endete. Zu Preisen und Exportplänen gibt es bislang noch keine Angaben.
Bilder: Volga Auto







