60 Jahre Lamborghini Miura

Für viele Autofans ist er eines der schönsten jemals gebauten Fahrzeuge. Zudem gilt er als einer der ersten Supersportwagen. Die Rede ist vom Lamborghini Miura, der vor 60 Jahren erstmals präsentiert wurde. Dieses Auto begründete zudem die Markentradition von Lamborghini, Namen von berühmten Stieren zu nutzen. Tatsächlich verewigte Marcello Gandini sogar die Hörner des Stiers im Design des Miura.

  • Lamborghini miura p400
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Lamborghini als Marke war gerade einmal wenige Jahre alt, als der Plan reifte, einen ultraschnellen Sportwagen auf die Räder zu stellen. Hierfür griffen die Ingenieure auf das Prinzip des Mittelmotors zurück, das im Grand-Prix-Rennsport bereits vor dem Zweiten Weltkrieg beispielsweise bei der Auto Union zu finden war. Allerdings setzte man den V12-Motor quer zur Fahrtrichtung ins Stahlprofilrahmenchassis. Aus heutiger Sicht würde dies vermutlich kein größerer Hersteller machen. Gian Paolo Dallara und Paolo Stanzani sahen hierin jedoch die bestmögliche Lösung bezüglich Bauform und Gewichtsverteilung. Das nackte Chassis inklusive Motor debütierte bereits 1965 auf dem Turiner Autosalon. Zu diesem Zeitpunkt lagen vom finalen Karosseriedesign von Marcello Gandini, dem damaligen Chefdesigner von Bertone, nur erste Zeichnungen vor. Das vier Liter große V12-Triebwerk kam anfänglich auf 350 PS. Genug, um 280 km/h Höchstgeschwindigkeit anzustreben. Die ersten Exemplare des Miura erhielten intern den Beinamen ‚P400‘, was für ‚Posteriore‘ (hinten) in Bezug auf die Position des Motors sowie für den vier Liter großen Hubraum stand.

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Ab 1968 erhielt der Miura ein verändertes Fahrwerkssetup und neu abgestimmte Vergaser. Dies führte zur neuen Bezeichnung P400 S und 370 PS Motorleistung. Zahlreiche kleine Detailmodifikationen sorgten für eine bessere Qualitätsanmutung des Wagens. An der Gestaltung der nur rund 1,05 Meter hohen Karosserie veränderte sich indes nichts. Weiterhin gab es schwarze Metallfinnen an den aufklappbaren Rundscheinwerfern, die gezielt an die Wimpern einer schönen Frau erinnern sollten. Ebenso befanden sich hinter den Seitenscheiben Lufteinlässe, die so in die Türen integriert waren, dass die bei geöffneten Portalen und Scheiben die Hörner von Stieren nachstellten. Getankt wird übrigens durch einen Tankdeckel, der unterhalb eines der beiden Entlüftungsgitter in der langen Fronthaube verborgen ist.

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Die finale Bauform des Miura war der ab 1971 angebotene SV mit breiteren Radhäusern, größeren Rädern und ohne ‚Wimpern‘ an den Scheinwerfern. Diese Variante verfügte über 385 PS und fuhr laut zeitgenössischen Quellen schneller als 290 km/h.

Insgesamt entstanden zwischen 1966 und 1973 lediglich 763 Exemplare des Miura in allen Bauformen inklusive eines Spyder-Unikats und einem besonders sportlichen SVJ. Durch sein zeitlos-schönes Design wurde der Miura noch während der Produktionszeit zur Ikone. Hierzu trugen auch Auftritte in großen Filmen wie ‚The Italian Job‘ oder ‚Alles tanzt nach meiner Pfeife‘ mit Louis de Funes bei.

Bilder: Lamborghini