Audi Concept C

Vor einiger Zeit rollte der finale Audi TT im ungarischen Györ vom Band. Damals war die Aussage, dass es keinen Nachfolger geben würde. Entsprechend überrascht darf man nun angesichts des Concept C sein, das auf der IAA Mobility in München kommende Woche seine Weltpremiere feiern wird. Dieses zweisitzige Coupé ist zwar offiziell noch eine Studie, soll aber in ähnlicher Form noch in diesem Jahrzehnt in Serie gehen. Und genau die Form ist es, die doch sehr stark an den TT erinnert. Zugleich nimmt sie jedoch auch Details der Rosemeyer Studie von 2000 auf. Der neue Designchef Massimo Frascella möchte mit dem Concept C ein neues Kapitel im Audi-Design einläuten. Hierfür sprachen er und sein Team gezielt mit den früheren Designchefs der Marke. Zudem schaute man sich frühere Fahrzeuge von den Typ-C-Rennwagen der Auto Union bis zum letzten R8 gezielt an, um schöne Details in die Zukunft mitzunehmen.

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Interessant am Concept C ist die Gestaltung als Targa mit zwei elektrisch einklappbaren Dachteilen über den Passagieren. Diese Karosserieform gab es bei Audi bislang noch nie bei einem Serienfahrzeug. Ansonsten wirkt die Gestaltung sehr gefällig mit gut betonten Kotflügeln, knackigen Kanten und einem komplett neu interpretierten Singleframe-Kühlergrill. Studientypisch fragt man sich, wo denn hier die Kennzeichen angebracht werden könnten. Doch dafür wird das Team rund um Massimo Frascella sicherlich vorn wie hinten noch Lösungen finden. In jeglichem Fall wirken die Proportionen und Formen harmonischer als beim viel diskutierten Jaguar 00.

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Das Audi-Logo, also die berühmten vier Ringe, die man nach dem Krieg von der Auto Union übernahm, sind an Front und Heck aus dem Vollen gefräst und wirken dadurch sehr edel. Derweil erinnern die speziell gestalteten Leichtmetallräder mit Luftleitelementen in 21 Zoll ein wenig an die Räder des ersten Audi TT von 1998. Eine Heckscheibe gibt es nicht. Stattdessen arbeitet Audi mit einer Rückfahrkamera, die ihre Bilder auf den Innenspiegel überträgt. Anstelle der Heckscheibe finden sich Entlüftungsschlitze wie einst an der Rosemeyer Studie. Durch die skulpturale Form wird die Größe des Concept C gut vertuscht. Die Konzeptstudie erstreckt sich auf 4,52 Meter Länge und 1,97 Meter Breite sowie 1,28 Meter Höhe. Der Radstand beträgt 2,57 Meter. Dies entspricht ungefähr der letzten R8-Generation. Audi verrät im Pressetext, dass das Concept C rein elektrisch betrieben wird und in der Serienumsetzung wahlweise Heck- oder Allradantrieb aufweisen soll. Mehr technische Daten gibt es jedoch nicht.

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Innen legte das Designteam großen Wert auf hochwertige Materialien und Oberflächen. Damit reagiert man auf jüngst vermehrt aufkommende Kundenkritik, die bei aktuellen Audi-Modellen einen Verfall alter Tugenden bemängelt. Auch das nun wieder kreisrund gestaltete Lenkrad mit deutlich reduzierter Knöpfchenanzahl darf als Gegenmaßnahme zur Kritik verstanden werden. Auf die im kommenden Jahr erscheinenden Modelle hatten Frascella und sein Team keinen Einfluss mehr, ab 2027 soll Audi jedoch wieder qualitativ und emotional nach vorne gebracht werden. Bei der Studie macht man dies auch durch die gezielte Wahl der Farbtöne sichtbar. Zudem sind auch die Audi-Ringe am Lenkrad aus einem Stück Metall gefräst worden. Das zentrale, 10,4 Zoll große Touchscreen-Display verfügt über ‚Shy Tech‘, lässt sich also fast unsichtbar im Armaturenbrett verstecken, wenn es nicht benötigt wird.

Man darf auf die Serienumsetzung gespannt sein. Frascella verspricht, dass man aus 50 Metern Entfernung keinerlei Unterschied zur Studie sehen wird. Definitiv dürfte das Produktionsfahrzeug jedoch mit anders gestalteten Schürzen vorn und hinten sowie echten Türgriffen zu den Händlern rollen. Dies geschieht aber frühestens 2027.

Bilder: Audi