Dass Toyota in der Lage ist, durchaus sportliche Ableger der normalen Serienfahrzeuge zu bauen, ist spätestens seit dem GR Yaris gut bekannt. In Australien, Japan und den USA gibt es stattdessen den GR Corolla, der ebenfalls erfolgreich angeboten wird. Im kommenden Jahr erhält er Verstärkung durch den GRMN Corolla. Das Buchstabenkürzel steht dabei für ‚Gazoo Racing Masters of the Nürburgring‘. Die berühmte Eifelrennstrecke werden Exemplare dieser Kleinserie wohl eher selten unter ihre Räder nehmen dürfen.
Im Vergleich mit dem GR Corolla erhält der GRMN deutlich martialischere Anbauteile rundum. So zeigt sich bereits die Frontschürze mit noch größeren Belüftungsöffnungen, die durch Wabengitter die dahinter liegenden Kühler schützen. Motorhaube und vordere Kotflügel erhalten zahlreiche Entlüftungsöffnungen, um sowohl Staudruck in den Radhäusern als auch die warme Abluft des Triebwerks möglichst zügig abzuführen. Auch die Schwellerverkleidungen, der Heckdiffusor und der fünffach verstellbare Dachkantenflügel sind Neuteile aus Carbon. Das komplette Aerodynamikkonzept des GRMN geht auf die Tourenwagen-Renner aus der japanischen Super Taikyu Series zurück. Auf den bronzefarben lackierten Leichtmetallrädern in 18 Zoll sitzen Michelin Pilot Super Sport Cup 2-Reifen in der Dimension 245/40. Die Räder sitzen an einem speziell auf die Nürburgring-Nordschleife abgestimmten Sportfahrwerk. Warum man ein Fahrzeug, das wohl so gut wie nie auf dieser Rennstrecke unterwegs sein wird, auf selbige abstimmt, darf durchaus als Frage in den Raum gestellt werden. Eine Antwort geben die Japaner jedoch nicht.
Unter der Motorhaube werkelt ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Turbomotor, der dank neuer Steuerungssoftware nun 305 PS (unverändert zum GR Corolla) leistet und 415 Newtonmeter Drehmoment (plus 15 im Vergleich zum GR) Richtung des manuellen Sechsgang-Getriebes stemmt. Die Achtgang-Automatik, die im GR Corolla erhältlich ist, steht im GRMN nicht zur Auswahl. Vor dem Schalthebel befindet sich eine Metallplakette mit der laufenden Limitierungsnummer. Beim Präsentationsfahrzeug steht hier noch 000/000. Verglichen mit dem GR Corolla konnte das Fahrzeuggewicht um rund 30 Kilogramm erleichtert werden. Hierzu trug maßgeblich der Entfall der hinteren Sitzbank und der Einbau von schwarz-rot bezogenen Sportschalensitzen für Fahrer und Beifahrer bei. Gebürstetes Metall, beflockte Flächen an den A-Säulen und der Armaturentafel sowie Sichtcarbon-Applikationen sorgen für noch mehr Motorsportatmosphäre im Interieur.
Bilder: Toyota













