Erstmals in der Markengeschichte bringt Audi einen wahrhaftigen Supersportwagen auf den Markt. Angesichts der Leistungswerte darf sogar von einem Hypercar gesprochen werden. Unter der Carbon-Karosserie versteckt sich ein Hybridantrieb mit insgesamt 1.001 PS. Als Modellnamen greifen die Ingolstädter auf den Nachnamen eines berühmten Rennfahrers der Vorkriegsära zurück. Damals sammelte Tazio Nuvolari zahlreiche Podiumsplatzierungen und Siege mit den Rennwagen der Auto Union. Nun ziert sein Nachname diesen streng limitierten, leistungsstärksten und schnellsten Audi, den es bisher gegeben hat.
Kaum ist Audi als Werksteam in der Formel 1 angekommen, schon präsentieren die Ingolstädter nicht einfach nur einen Nachfolger für den beliebten Mittelmotorsportwagen R8, sondern stellen diesen bewusst in den Schatten. Der neue Audi Nuvolari reiht sich eine ganze Klasse weiter oben ein und ist zudem streng limitiert. Basierend auf einem Aluminium-Space-Frame-Rahmen, wie man ihn technisch bereits seit der ersten Modellgeneration der Oberklasselimousine A8 kennt, erhält das neue Hypercar aus Bayern eine Karosserie aus hochfestem und zugleich leichtem Carbon, die erstmals das neue Markendesign in die Serienfertigung überträgt. Beim Fahrzeug für die Pressebilder präsentiert sich die monolithische Formensprache in mattem Titanium, einer der drei Farben des Audi-Formel-1-Rennwagens. Auf den ersten paar Bildern noch nicht zu sehen sind die Elemente der aktiven Aerodynamik. Diese regeln das komplizierte Zusammenspiel aus Luftwiderstand, Abtrieb und aerodynamischer Balance. Ein Hauptelement ist dabei der in mehreren Stufen ausfahrbare Heckflügel.
Hinter den beiden Passagieren sitzt ein vier Liter großer V8-Biturbomotor, der allein bereits 588 kW/800 PS und ein maximales Drehmoment in Höhe von 730 Newtonmeter bereitstellt. Zudem befindet sich der rote Drehzahlbereich für einen aufgeladenen Motor sehr weit oben: erst bei 10.000 U/min greift die Drehzahlbegrenzung ein. Dazu gesellen sich drei Axialfluss-Elektromotoren mit jeweils 110 kW und eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Bruttokapazität von 7,3 kWh. Zwei dieser E-Motoren arbeiten an der Vorderachse, während der dritte zwischen dem V8-Triebwerk und dem Getriebe eingefügt wurde. Als maximal zur Verfügung stehende Systemleistung stehen 736 kW/1.001 PS im Datenblatt. Audi verspricht Beschleunigungszeiten von 2,6 Sekunden bis Tempo 100 und 6,8 Sekunden bis Tempo 200 sowie eine Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h. Durch die Anordnung der Antriebsaggregate entsteht der neue Allradantrieb quattro predictive ride. Durch Sensoreinwirkungen von Lenkung, Beschleunigung, Gierrate (Drehbewegung um die Hochachse des Fahrzeugs) und Grip-Niveau antizipiert das System den jeweils aktuellen Fahrzustand und die voraussichtlichen kommenden Momente. Beispielsweise wird ein möglicher Grip-Verlust in einer Kurve vorhergesehen und mittels entsprechender Eingriffe gegengesteuert.
Zum Grundpreis des Nuvolari machte Audi noch keine Angaben. Ab Anfang 2027 sollen jedoch nur insgesamt 499 Exemplare für die weltweite Kundschaft entstehen. Damit bleibt der neue Audi-Supersportwagen sogar seltener als ein Bugatti Chiron.
Bilder: Audi

















