Nachdem sich in den letzten Wochen die Gerüchte immer mehr verdichteten, stellte Ferrari im Rahmen der alljährlichen Kundenveranstaltung „The Cavalcade“ den 12Cilindri mit einem komplett neu entwickelten Getriebe vor. Entgegen mancher Expertenmeinung ist es kein klassisches Schaltgetriebe geworden. Stattdessen könnte man von einem manuellen Automatikgetriebe sprechen. Ein ähnliches System hat sonst nur Koenigsegg im CC850. Der neue 12Cilindri Manuale ist streng limitiert.
Schaltgetriebe? Völlig aus der Mode! Diesen Gedanken konnte man in den letzten Jahren vermehrt bekommen. Diverse Autohersteller ersetzten das manuelle Rührwerk durch Doppelkupplungs- und Automatikgetriebe – selbst in Sportwagen. Selbst Ferrari – einst für die offene Schaltkulisse aus Metall weltberühmt – schuf das Schaltgetriebe bereits rund um das Jahr 2010 scheinbar endgültig ab. Letzte manuell erhältliche Modelle waren der 599 GTB und der California. Doch offenbar hatten die Hersteller wieder einmal die Rechnung ohne ihre Kunden gemacht. Und so kommt nun, was kaum noch ein Experte vermutet hätte: Ferrari präsentiert das neue Manuale by-wire System, das die Vorteile des Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes mit einem authentischen manuellen Fahrvergnügen kombiniert. Das Kupplungspedal arbeitet mit Clutch-by-Wire-Technologie, ist also nicht mit der Kupplung verbunden. In der polierten Schaltkulisse sitzt ein innovativer, bei Nacht illuminierter Schalthebel. Er zeigt nicht nur das Gangschema und den aktuell eingelegten Gang an, sondern auch, ob man sich aktuell im manuellen oder automatischen Modus befindet. Je nach Fahrmodus stehen andere Gangabstufungen des Achtgang-Getriebes über die sechs Schaltgassen bereit.
Vom neuen 12Cilindri Manuale wird Ferrari lediglich 1.499 Exemplare anfertigen. Diese Zahl erinnert gezielt an den Hubraum des ersten V12-Triebwerks der italienischen Marke aus dem Jahr 1947. Diese Exklusivität wird durch spezielle Ausstattungen aus der hauseigenen Individualisierungsabteilung Tailor Made unterstrichen. So erhält der Wagen die seitlichen ‚Shields‘, also die Ferrari-Logos, als gravierte Metallelemente. Frontspoiler und Heckflügel tragen Pin Stripes, die an den 365 GTB/4 ‚Daytona‘ erinnern sollen. Auch die neuen Fünfspeichen-Felgen sind dem Manuale vorbehalten. Beim Öffnen der Türen fällt der Blick zudem auf die Edelstahleinstiegsleisten mit eingraviertem ‚Manuale‘-Schriftzug.
Bilder: Ferrari


















