RUF Ehra

Die kleine Sportwagenmanufaktur RUF aus Pfaffenhausen erweitert das aktuelle Modellprogramm um den Ehra, der nach einem Ort in Niedersachsen benannt ist. Basierend auf der vor rund zehn Jahren eigens entwickelten Carbon-Rohkarosserie im Stil des klassischen Porsche 911 erhält der Ehra einen 650 PS starken Sechszylinder-Boxermotor mit doppelter Turboaufladung. Über ein manuelles Siebengang-Getriebe gelangt die Kraft auf den variablen Allradantrieb, der bei Bedarf soweit geregelt werden kann, dass nur die Hinterräder angetrieben werden.

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Ehra-Lessien ist eine kleine Gemeinde im Kreis Gifhorn in der Nähe von Wolfsburg in Niedersachsen. Nördlich des Ortes befindet sich in einem Waldstück das, wofür dieser Ortsname unter Autofans weltweit Bekanntheit genießt: die offizielle Test- und Erprobungsstrecke des Volkswagen Konzerns. Dank einer Schnellbahn mit einer Geradenlänge von 21 Kilometern wurde diese Strecke besonders für Geschwindigkeitsrekorde berühmt. Bevor Bugatti hier Bestwerte in den Asphalt brannte, fuhren unter anderem der McLaren F1 und der RUF CTR hier auf Höchstgeschwindigkeit. An letztere Rekordfahrt soll das neue Modell nun erinnern.

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Im Heck des RUF Ehra steckt ein 3,6 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor mit Biturbo-Aufladung. Laut Datenblatt stehen 478 kW/650 PS sowie ein maximales Drehmoment in Höhe von 900 Newtonmetern zur Verfügung. Diese Leistung gelangt über einen aktiven Allradantrieb auf den Asphalt, wobei dieser vom Fahrer in der Drehmomentverteilung soweit verstellt werden kann, dass der Ehra auch mit reinem Heckantrieb unterwegs sein kann. Hinzu kommen ein sportlich abgestimmtes Fahrwerk mit doppelten Querlenkern rundum, ein manuelles Siebengang-Getriebe sowie Feder-Dämpfer-Einheiten mit Pushrod-System. Laut RUF beschleunigt das neue Modell in 3,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und wird bis zu 340 km/h schnell. Das Leergewicht beträgt 1.325 Kilogramm nach EG-Richtlinie.

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Die Carbon-Karosserie entspricht in ihren Grundzügen der des aktuellen CTR Anniversary, kommt jedoch ohne den großen, feststehenden Heckflügel aus. Stattdessen bringt RUF ein Feature wieder, das bei Porsche zuerst bei der Modellgeneration 964 zu finden war. Ab Geschwindigkeiten über 80 km/h fährt das Lüftungsgitter auf der hinteren Motorhaube als Spoiler in den Fahrtwind und sorgt für Abtrieb. Beim Präsentationsfahrzeug zeigt dieses Bauteil deutlich, dass es aus Kohlefaser gefertigt wurde. Passend zum silbernen Lack erhielt dieser Wagen ein Interieur in braunem Leder mit kariertem Stoff auf den Sitzmittelbahnen. Zum Preis und der geplanten Stückzahl machte RUF noch keine Angaben.

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Bilder: RUF Automobile