In den letzten Wochen habe ich hier den einen oder anderen Prototypen aus dem Hause Škoda vorgestellt. Diese Fahrzeuge stehen aktuell in einer Sonderausstellung im sehenswerten Werksmuseum in Mladá Boleslav in Tschechien. Und sie haben fast alle eines gemeinsam: sie sind in der Zeit des Kalten Krieges entstanden und wurden zumeist aus politischen Gründen abgelehnt. Dass sie überhaupt heute noch existieren, ist oft dem Enthusiasmus einzelner Mitarbeiter zu verdanken. Ganz anders beim heutigen Kandidaten, dem Škoda Tudor aus dem Jahr 2002.
Tatsächlich gehöre ich zu denjenigen, die 2002 mit offenem Mund vor den ersten Bildern des Škoda Tudor saßen, als dieser auf dem Genfer Autosalon debütierte. Das neue Designteam unter der Leitung von Thomas Ingenlath entstanden damals tatsächlich erstmals sehenswerte Škoda-Modelle. Der Tudor basierte auf dem damals noch relativ neuen Superb und stellte ein zweitüriges, viersitziges Coupé dar. In edlem dunkelrot mit cremefarbener Innenausstattung mit schwarz abgesetztem oberen Bereich von Armaturenbrett und Türverkleidungen sowie schönen Leichtmetallrädern konnte das Fahrzeug durchaus begeistern. Leider machten die Tschechen schnell klar, dass eine Serienfertigung nicht geplant wurde. Schade eigentlich, denn den Tudor finde ich tatsächlich auch heute noch klasse.
Bilder: Škoda





