Aktuell läuft zum allerersten Mal der Techno Classica Salon in Dortmund. Ob die altbekannte Messe am neuen Ort den Erwartungen gerecht wird? Und ob sie sich in einem Zeitslot etablieren kann, der bisher keine Messe für Old- und Youngtimer vorgesehen hat? Lohnt sich die Anreise aus weiter entfernten Gebieten? Warten wir es ab und blicken gemeinsam in die sechs belegten Westfalenhallen in direkter Nähe zum berühmten Stadion des BVB.
Mein persönlicher Rundgang startete in Halle 4, die sich schnell als Haupthalle des Techno Classica Salon herausstellte. Hier stellten die großen überregionalen Händler ihre Oldtimer, Youngtimer und Exoten zum Verkauf bereit. Neben zwei Alfa Romeo 8C Spider, einem Spyker C8 LM85, drei BMW 507 und zwei Lamborghini Miura gab es mit einem Ferrari SF90XX Spider auch das neueste Exponat der Messe zu entdecken. Dazwischen tummelten sich diverse Porsche und Exoten wie ein Mercedes-AMG SLS in Sonderfarbe ‚hellgrün‘, ein Morgan Aero SuperSport, der einzigartige Volkhart Sagitta oder ein Lotus Omega.
In den weiteren Hallen fiel vor allem auf, dass die Themenzuordnung der Messeorganisatoren irgendwie fehlgeschlagen ist. In Halle 3 sollte es beispielsweise Modellautos und Literatur geben. Beides fand sich stattdessen ausschließlich in Halle 5. Auch das auf dem Geländeplan angekündigte Thema ‚Hypercars‘ war nicht anzutreffen. Dennoch fanden sich in jeder Halle neben typischen Alltagsoldtimern auch Highlights wie der Brabus SL 7.3 S, ein Anderthalbdecker-Linienbus der Essener Verkehrs-AG oder einige klassische Lastwagen.
In den letzten Jahren tauchen immer mehr klassische Tuningfahrzeuge aus den 1980er und 1990er Jahren auf. Auf einigen Messen präsentierte die legendäre SGS Garage ihre Unikate bereits. Auch in Dortmund war man mit einem Stand und fünf Fahrzeugen präsent. Neben Cabriolet-Varianten vom BMW 8er und Mercedes SEC sorgte ein verkürzter 190 E ebenso für Aufregung wie ein Flügeltürer oder ein Shooting Break basierend auf dem Mercedes SEC der Baureihe 126. Andere spannende Umbauten betrafen einen Porsche 911 (964) im Rallye-Look oder den Boldmen, unter dem sich ein BMW Z4 versteckt.
Im Vergleich zu anderen Messen der vergangenen paar Jahre fiel auf, dass der Techno Classica Salon weniger moderne Highlights aufbieten konnte. Supersportwagen von McLaren suchte man beispielsweise komplett umsonst. Ebenso gab es nur sehr wenige Motorsportfahrzeuge zu sehen. Interessanterweise hörte man aber bereits am ersten Messetag viele gesprochene Sprachen unter den Besuchern. Niederländer, Belgier und Franzosen waren ebenso vor Ort wie einige Briten.
Persönliches Fazit: An der einen oder anderen Stelle können die Organisatoren des Techno Classica Salon noch Feinschliff anlegen. So könnte man den großen Eingangsbereich vom Eingang Nord durchaus mit dem einen oder anderen Klassiker aufwerten. Ebenso fehlte es an der sonst von der Techno Classica gewohnten Sonderausstellung zu einem besonderen Thema. Darüber hinaus sollte die Beschreibung der einzelnen Hallen am Ende natürlich auch bestenfalls mit der Realität zusammenpassen, damit die Besucher ihren gesuchten Bereich problemlos finden können. Insgesamt passt die Veranstaltung aber gut in den Frühherbst, wo sie mit keiner anderen Oldtimermesse kollidiert und somit durchaus nochmal Anbieter und Interessenten zusammenführen kann.
Bilder: Matthias Kierse

























































