Fans des britischen TV-Automagazins Top Gear dürfte der Ariel Atom sehr bekannt vorkommen. Jeremy Clarkson und James May führten vor einigen Jahren eindrucksvoll vor, wie der Fahrtwind auf das Gesicht einwirkt, wenn man dieses Fahrzeug ohne Helm bewegt. Inzwischen ist die vierte Modellgeneration des offenen Supersportwagens verfügbar und brandaktuell folgt anlässlich von 25 Jahren Ariel Cars mit dem Atom 4RR die bisher rasanteste Variante. 525 PS treffen auf die Optik eines Formelrennwagens.
Als Antrieb nutzt Ariel auch beim Atom 4RR wieder einen Vierzylindermotor von Honda. Allerdings wird das Triebwerk in der Fertigungshalle von Ariel Cars komplett auseinander genommen und auf Basis eines eigens gegossenen Aluminiumblocks neu zusammengesetzt. Auch die Kolben, Pleuel, Zylinderköpfe sowie die Ölpumpe und das Schwungrad sind Eigenentwicklungen. Zudem setzt Ariel den Motor mittels eines Turboladers mit bis zu 1,7 bar unter Druck. Trotzdem endet der rote Drehzahlbereich erst bei 8.200 U/min. Mit 525 PS und 550 Newtonmetern Drehmoment ist der ultraleichte Sportwagen mehr als glänzend aufgestellt. Der Fahrer kann die Motorleistung durch drei Motorkennfelder beeinflussen. Map 1 bietet 400 PS, Map 2 steht bei 500 und erst in Map 3 gibt es die volle Ladung. Dank des sequenziellen Sechsgang-Getriebes von Quaife geht es bei Bedarf in nur 2,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. und in 5,1 Sekunden auf 100 mph (161 km/h).
Mit den frei stehenden Rädern und dem umfassenden Aerodynamikpaket erinnert der Ariel Atom 4RR schnell an einen zweisitzigen Formel-Rennwagen mit Straßenzulassung. Tatsächlich erzeugen die Spoiler und Flügel ordentlich Anpressdruck, während die Radaufhängungen an einem voll verstellbaren Öhlins-Fahrwerk hängen und damit Kurvenfahrten zu purem Fahrgenuss machen. Für bestmögliche Verzögerungswerte sorgt eine Bremsanlage von AP Racing.
Der Grundpreis des Ariel Atom 4RR beträgt US$ 279.000. Viel Geld für ein zweisitziges Trackday-Tool ohne großen Alltagsnutzen, aber eine angemessene Summe, wenn man bedenkt, welche Supersportwagen der kleine Brite locker in die Tasche steckt. Zudem sollen lediglich 25 Exemplare entstehen.
Bilder: Ariel Cars









