Zum ersten Mal in der Modellgeschichte des 911 GT3 bietet Porsche mit der Variante S/C ein Cabriolet an. Dieses nutzt Erkenntnisse des limitierten 911 S/T, um soviel konsequenten Leichtbau wie möglich auf die Straße zu bringen. Angetrieben wird der offene Zweisitzer vom vier Liter großen Sechszylinder-Boxermotor mit 510 PS und dem manuellen Sechsgang-Getriebe. Optional ist das auffällige Street Style-Paket lieferbar. Eine Limitierung gibt es hingegen erstaunlicherweise nicht.
Neben 510 PS stellt der Boxermotor auch ein maximales Drehmoment in Höhe von 450 Newtonmetern bereit. Durch das kurz übersetzte und leichte Sechsgang-Getriebe spurtet der neue 911 GT3 S/C in nur 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 313 km/h. Der Verzicht auf die beiden Notsitze im Fond sowie weiterer konsequenter Leichtbau wie die Verwendung der Carbon-Kotflügel und -Türen vom 911 S/T sorgen für ein Leergewicht von 1.497 Kilogramm – nur rund 30 kg mehr als beim 911 Speedster der Baureihe 991. Auch die vordere Haube, der vordere Stabilisator und das Schubfeld unter dem Fahrzeug bestehen aus Carbon, während die vorn 20 und hinten 21 Zoll großen, dreidimensional gestalteten Zentralverschluss-Felgen aus Magnesium hergestellt werden. Der Radsatz ist dadurch rund neun Kilogramm leichter als vergleichbare Räder aus Stahl. Weitere vier Kilogramm spart die 40-Ah-Lithium-Ionen-Batterie ein. Zudem verfügt der 911 GT3 S/C ab Werk über die verglichen mit der Serienbremsanlage um 20 kg leichtere PCCB-Bremsanlage mit Bremsscheiben aus einem Carbon-Keramik-Mix.
Auch innen setzt sich das Leichtbaukonzept durch entsprechende Teppiche und Türtafeln weiter fort. Anstelle von Türgriffen gibt es Schlaufen. Anstelle der serienmäßigen 4-Wege-Sportsitze Plus sind auch CfK-Leichtbau-Sportschalensitze mit klappbarer Rückenlehne erhältlich. In die Fondrückenverkleidung ist mittig das GT3 S/C-Logo eingestickt. Anstelle des sonst im aktuellen 911 verbauten Startknopfes gibt es im 911 GT3 S/C wie bereits im S/T einen Zünddrehschalter links vom Lenkrad, der in seiner Haptik an einen Zündschlüssel erinnert. Das Leichtbau-Stoffverdeck kann bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h innerhalb von 12 Sekunden per Knopfdruck geöffnet und geschlossen werden. Hinter den Passagieren befindet sich zudem ein Windschott, der bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h über einen weiteren Schalter in der Mittelkonsole geöffnet oder geschlossen werden kann.
Diverse Karosseriedetails wie die Luftleitelemente in den Ausschnitten der vorderen Kotflügel sind in schwarz gehalten. Passend dazu foliert Porsche auch den Windschutzscheibenrahmen in schwarz. Dank der serienmäßigen Matrix-LED-Scheinwerfer sind Zusatzleuchten in der Frontschürze überflüssig. Auf dem ausfahrbaren Heckspoiler sitzt erstmals bei einem 911 Cabriolet ab Werk ein Gurney-Flap wie beim 911 GT3 mit Touring-Paket. Die vordere Spoilerlippe und der Heckdiffusor stammen hingegen vom normalen GT3.
Für mehr optische Eigenständigkeit können sich die Kunden für das neue Street Style-Paket entscheiden. Dieses enthält auffällige Dekorgrafiken auf den vorderen Kotflügeln und ‚Porsche‘-Schriftzüge oberhalb der Schweller im Farbton pyrored. Passend dazu präsentieren sich auch die Leichtmetallräder. Innen setzt sich das Farbspiel auf Armaturenbrett, Türverkleidungen und Sitzen durch eine Bicolor-Lederausstattung in Schiefergrau und Indischrot weiter fort. Die Adaptiven Sportsitze Plus erhalten einen gestickten Wappenumriss auf den Kopfstützen und Sitzmittelbahnen in vierfarbigem Flechtleder in den Farben Schiefergrau, Indischrot, Magnesiumgrau und Kalahari. Alle Kontrastnähte sowie die Türöffnerschlaufen und die Sicherheitsgurte zeigen sich ebenfalls in Indischrot.
Der neue Porsche 911 GT3 S/C kostet in Deutschland ab 269.000 Euro. Für das optionale Street Style-Paket rufen die Stuttgarter weitere 27.941,20 Euro auf.
Bilder: Porsche


































