Lamborghini Few-Off Roadster-Modelle

Offene Roadster mit V12-Mittelmotor gehören bei Lamborghini tatsächlich bereits seit dem Miura zur Tradition. Von diesem Klassiker entstand zwar nur ein einziges offenes Exemplar ab Werk, es begründete jedoch damit die Few-Off-Familie indirekt. Als Ende der 2000er Jahre auf den geschlossenen Reventón eine Roadster-Variante folgte, begann die Few-Off-Familie mit limitierter Produktion tatsächlich Fahrt aufzunehmen. Als extreme Ausdrucksform von Ingenieurskunst und Design finden die entsprechenden Teilnehmer ihre Fans weltweit. Es folgten Veneno, Centenario und Sián – und vermutlich demnächst ein weiteres Modell.

  • 667968
  • 667975
  • 667972
  • 667970
  • 667971
  • 667974
  • 667977

2009 präsentierte Lamborghini den Reventón Roadster in einer Auflage von 15 Fahrzeugen als Ergänzung zu den zuvor gebauten 20 Coupés. Basierend auf dem Murciélago verfügte der Wagen über einen 6,5 Liter großen V12-Saugmotor mit 650 PS, der den Roadster in 3,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigte. Maximal waren 340 km/h möglich. Alle Karosserieteile bestanden aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFRP) und saßen auf einem Hybridchassis aus Stahl und CFRP-Verstärkungen. Erstmalig nutzte Lamborghini ein vollständig digitales Instrumenten-Panel mit drei LCD-Displays. Sowohl das Exterieur-Design als auch die Gestaltung der Displays orientierte sich an modernen Kampfjets.

  • 667869
  • 667867
  • 667866
  • 667870
  • 667871
  • 667865
  • 667868
  • 667873
  • 667966
  • 667874
  • 667965
  • 667878
  • 667875
  • 667964
  • 667881
  • 667880

Fünf Jahre nach dem Reventón Roadster folgte die Weltpremiere des Veneno Roadster. Diesmal gab es mit neun Exemplaren deutlich mehr offene Fahrzeuge als vom nur dreimal für Endkunden gefertigten Coupé. Der weiterhin 6,5 Liter große V12-Motor leistete nun bereits 750 PS und die Spurtzeit sank auf dem Papier auf 2,8 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit nannte Lamborghini 355 km/h. Sowohl außen als auch innen kamen nochmals mehr Carbon-Komponenten zum Einsatz, darunter im Interieur erstmals Bauteile wie Sitzbezüge und Armaturenbrett aus dem patentieren Carbon-Skin-Material.

  • 667923
  • 667933
  • 667924
  • 667930
  • 667927
  • 667939

Pünktlich zum 100. Geburtstag von Firmengründer Ferruccio Lamborghini rollte 2016 der Centenario als Coupé und Roadster ins Rampenlicht. Beide waren auf je 20 Exemplare weltweit limitiert. Die Techniker hatten im V12-Triebwerk weitere Leistungsreserven gefunden, wodurch nun 770 PS im Datenblatt standen. Dies änderte nichts an den angegebenen 2,8 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 oder den 350 km/h Höchstgeschwindigkeit. Erstmals nutzte ein Sportwagen von Lamborghini einen zentralen Touchscreen-Bildschirm für das Infotainment-System und eine Hinterachslenkung für einen kleineren Wendekreis bei geringen Geschwindigkeiten und deutlich mehr Stabilität bei schnell gefahrenen Kurven.

  • 667900
  • 667893
  • 667885
  • 667888
  • 667889
  • 667898
  • 667894
  • 667896
  • 667905
  • 667907
  • 667920
  • 667912
  • 667914

Das vorerst letzte Mitglied der offenen Few-Off-Serie von Lamborghini hört auf den Modellnamen Sián und debütierte im Corona-Jahr 2020. Während vom Coupé 63 Stück an wartende VIP-Kunden in aller Welt verteilt wurden, waren es beim Roadster gerade einmal 19. Zusammengesetzt ergeben diese beiden Zahlen 1963, das Gründungsjahr von Lamborghini. Im Sián nutzte die Marke aus Sant’Agata erstmalig einen Hybridantrieb, bei dem der V12 mit einem 48-Volt-Elektromotor im Getriebe gekoppelt wurde. Als Systemleistung standen dadurch stolze 819 PS im Datenblatt.

667887

Bilder: Lamborghini