Hennessey Blackbird

Die Nachfrage nach möglichst analogen Supersportwagen nimmt nicht ab. Und so kommt es, dass ausgerechnet aus dem Mutterland der Automatikfahrzeuge, den USA, ein neues Fahrzeug mit manueller Schaltung und ohne Hybridtechnik auf den Markt rollt. Der neue Hennessey Blackbird debütiert kommende Woche in Monterey und bietet alles, was Sportwagenfans erfreut – bis hin zu klassischen Rundinstrumenten im Cockpit. Der Name stammt von einem berühmten Spionageflugzeug.

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Wie es Hennessey gelingt, den neuen Blackbird weltweit zu homologieren, ist uns ein Rätsel. Doch genau das versprechen die US-Amerikaner in ihrem Pressetext. Gut, man verzichtet offenbar auf keinerlei sicherheitsrelevante Bauteile. So verfügt der neue Supersportwagen natürlich über Airbags und ein ultrasicheres Carbon-Monocoque. Doch auf der anderen Seite sind die heutzutage fast schon selbstverständlichen Bauteile wie ein Automatikgetriebe, riesige Bildschirme im Interieur oder eine Turboaufladung des Motors ebenso nicht Bestandteil der Fahrzeugkomponenten, wie eine Hybridisierung oder gar ein reiner Elektroantrieb. Stattdessen setzt man auf einen Hochdrehzahl-V8-Motor, der gemeinsam mit Ilmor entwickelt wurde und der zwischen 800 und 850 PS Spitzenleistung aus 6,2 Litern Hubraum entwickeln soll. Diese gelangen anschließend über ein manuelles Sechsgang-Getriebe auf die Hinterräder. Als Höchstgeschwindigkeit stellt Hennessey rund 350 km/h in Aussicht, während die Beschleunigung aus dem Stand auf Tempo 100 in weniger als drei Sekunden erledigt sein soll.

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Während viele ähnlich gestaltete Supersportwagen nur wenig praktischen Nutzen bieten, möchte Hennessey im Blackbird sowohl unter der vorderen Haube als auch hinter den Türen Gepäckfächer einbauen. Auf diese Weise soll das Fahrzeug auch für Reisen tauglich werden. Als optische Hommage an das namensgebende Flugzeug, die Lockheed SR-71 Blackbird, fahren beim Hennessey Blackbird bei einer Geschwindigkeit von 71 mph (rund 114 km/h) oberhalb der vier Auspuffendrohre zwei Flaps in einem Winkel von 71 Grad nach oben. Sie erinnern an die beiden Seitenleitwerke des berühmtberüchtigten Spionageflugzeugs.

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Innen finden die beiden Insassen bequeme Sportschalensitze, die ebenso wie das Armaturenbrett, das Lenkrad und die Türverkleidungen mit feinem Leder bezogen sind. Aus dem Vollen gefräste Aluminiumkomponenten rahmen die Lüftungsdüsen und die Instrumentierung hinter dem Lenkrad ein. Die Mittelkonsole steigt diagonal in Richtung Armaturenbrett auf und bringt damit den Schalthebel in der offenen Kulisse auf die passend Höhe, um vom Lenkrad schnellstmöglich umgreifen zu können.

Die Auslieferungen des Vorgängermodells F5 werden Hennessey noch bis 2028 beschäftigen. Derweil wird im Hintergrund der Blackbird zur Serienreife weiterentwickelt. Wenn alles wie in den aktuellen Prognosen verläuft, sollen nur 71 Exemplare gefertigt und zu einem Grundpreis von 2,5 Millionen US-Dollar angeboten werden.

Bilder: Hennessey