Bugatti Veyron Grand Sport Vitesse im La Maison Pur Sang-Programm

Insgesamt entstanden nach offiziellen Angaben lediglich 450 Exemplare des Bugatti Veyron als Coupé, offener Grand Sport, Super Sport und Grand Sport Vitesse. Inzwischen sind die ersten Fahrzeuge über 20 Jahre alt und vertragen daher durchaus eine Auffrischung. Diese bietet Bugatti über das La Maison Pur Sang-Programm direkt ab Werk an. Ein besonderer VIP-Kunde schickte jüngst seinen Veyron Grand Sport Vitesse nach Molsheim. Dieses Fahrzeug hat eine ganz besondere Geschichte und ist in der gesamten Baureihe eine Ausnahmeerscheinung.

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Bei einer dreistelligen Produktionszahl ein einzelnes Fahrzeug hervorzustellen, ist schon ungewöhnlich. Und doch gab es gerade beim Bugatti Veyron einige wenige Exemplare, die ganz besondere Ausstattungsfeatures auf Kundenwunsch erhielten. Ein besonderer Kunde kam von der arabischen Halbinsel und bestellte im Laufe der Jahre mehr als zehn unterschiedliche Veyron. Unter anderem gehörten ihm zeitweise als einzigem Sammler weltweit je ein Exemplar der Legends-Edition, die aus sechs Fahrzeugen bestand. Als Krönung seiner Sammlung orderte er indes einen ganz besonderen Veyron Grand Sport Vitesse. Bereits beim Veyron Pur Sang hatte es erstmalig einige Karosserieteile aus handpoliertem Aluminium gegeben, die sich anschließend auch an weiteren Sondermodellen und Einzelstücken fanden. Für diesen Vitesse indes bestellte der VIP-Client den kompletten Vorderwagen inklusive Stoßstange, Haube und Kotflügeln sowie die Türen, hinteren Kotflügel und die Heckschürze in poliertem Aluminium. Einzig der Rahmen der Windschutzscheibe und die Motorabdeckung entstanden als Kontrast in Sichtcarbon. Um diese Metallteile erstellen zu können wurde sie aus bis zu 20 Tonnen schweren Aluminiumblöcken aus dem Vollen gefräst. Eine außergewöhnliche handwerkliche Herausforderung, die Bugatti vermutlich nicht für jeden Kunden in Angriff genommen hätte. Innen sorgt rotes Leder für einen schönen Kontrastpunkt.

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Wer nun glaubt, dass der Besteller lange Spaß an seinem Fahrzeug hatte, irrt. Durch diverse finanzielle Skandale tauchte er erst ab und wurde schließlich festgenommen, während seine riesige Autosammlung teils verkauft und teils von der Polizei sichergestellt wurde. Den hier gezeigten Veyron Grand Sport Vitesse konnte man vor einiger Zeit noch bei einem süddeutschen Experten für Supersportwagen und Raritäten käuflich erwerben – was nun dem Vernehmen nach ein ehemaliger Formel-1-Weltmeister mit Wohnsitz in Monaco getan hat. Er schickte das Fahrzeug umgehend nach Molsheim zur technischen Durchsicht und vermutlich auch, um gewisse Details an seinen Geschmack anpassen zu lassen. So zeigte der Wagen bislang in den Kopfstützen die Initialen des Erstbesitzers. Nun steht dort ‚Vitesse 1 of 1‘, was die Einzigartigkeit dieses Supersportwagens verdeutlicht. Inzwischen ist der Veyron wieder rund um Monaco unterwegs.

Bilder: Bugatti