Porsche feiert aktuell das 50-jährige Jubiläum der Transaxle-Modelle und zelebriert dies durch kleine Sonderausstellungen im Museum in Zuffenhausen. Auch die weltweite Fanszene ist durchaus aktiv und zeigt ihre Fahrzeuge auf Messen und in Social Media. Dabei tauchen auch seltene Kreationen wie der 944 als Kombicoupé immer wieder auf. Carpoint nutzt den aktuellen Hype nun, um mit dem GT-K44 ein neues Kombicoupé-Projekt auf der Basis des Vierzylinder-Sportwagens zu präsentieren, das ab sofort für Interessenten verfügbar ist.
Briten würden beim Anblick des Carpoint GT-K44 vermutlich von einem klassischen Shooting Brake sprechen. Immerhin kam es gerade im Vereinigten Königreich in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts häufiger vor, das aus klassischen Sportwagen Kombicoupés angefertigt wurden. Auch beim Porsche 944 ist diese Idee nicht neu. Unter anderem gab es entsprechende Fahrzeuge bereits in den 1980ern von Artz. So ein Fahrzeug fuhr auch der Gründer von Carpoint, Andreas Freund, allerdings basierend auf dem Vorgängermodell 924 Turbo. Seine Erinnerungen führten nun zum Wunsch, ein solches Fahrzeug mit heutigem Kenntnisstand und modernen Fertigungsmethoden wieder aufzulegen. Heraus kam das Projekt GT-K44, wobei GT klassisch für ‚Grand Tourer‘ steht, K für Karlsruhe und die 44 für die letzten beiden Ziffern der Porsche-Baureihe. Carpoint ist seit den 1980er Jahren für die Wartung und Restaurierung klassischer Porsche bekannt und stellt auch in Eigenregie nicht mehr lieferbare Ersatzteile neu her. Für den ersten GT-K44 wählte man einen 944 S2 mit einem 211 PS starken Vierzylindermotor aus.
Im Vergleich zum Basisfahrzeug entsteht die komplette Dachlinie neu und wird weit nach hinten verlängert. Ebenso stehen die B-Säulen anders und es kommen neue seitliche Scheiben und eine 40 Zentimeter weit ins Dach reichende Heckklappe zum Einsatz. Letztere reicht zudem zwischen den nun geteilten Rückleuchten bis zur Heckschürze herab, um das Beladen zu vereinfachen. Dach und Kofferraumklappe entstehen bei Carpoint aus Stahlblech und werden von Hand angepasst. In den Dachspoiler ist eine dritte Bremsleuchte integriert und die Heckscheibe erhält selbstverständlich einen eigenen Scheibenwischer.
Innen bleibt die grundsätzliche Ausstattung des jeweiligen Basisfahrzeugs erhalten. Carpoint bietet natürlich eine umfangreiche Renovierung mit Neuteilen an. Hierbei können die Kunden auch neue Sitzbezüge in originalen Bezugsstoffen wie ‚Pascha‘, ‚Schottenkaro‘ oder ‚Pepita‘ bestellen. Eigens angefertigt wird hingegen der neue Dachhimmel und die Auskleidung des vergrößerten Kofferraums.
Carpoint empfiehlt für den Umbau den 944 S2 oder die Turbo-Version mit wahlweise 220 oder 250 PS. Basisfahrzeuge sind vom Interessenten mitzubringen. Anschließend dauert der komplette Umbau mehrere hundert Arbeitsstunden und kostet je nach Aufwand und gewählter Individualisierungen ab 100.000 Euro (netto).
Bilder: Carpoint GmbH















