Lamborghini Diablo SV W16

Anfang der 2000er Jahre baute man bei Volkswagen einen Lamborghini Diablo aufwändig um. Anstelle des serienmäßigen V12-Triebwerks wanderte die komplette Antriebstechnik des damals noch unbekannten Bugatti Veyron unter das Karosseriekleid. Auf diese Weise konnten der neue W16-Motor mit vier Turboladern und das Doppelkupplungsgetriebe erprobt werden, ohne von außen zuviel zu verraten.

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Das Projekt Bugatti Veyron setzte bekanntlich der Karriere von Ferdinand Piëch die Krone auf. Ihm verdanken Autofans auch Ikonen wie den Porsche 917, den Audi Ur-quattro oder den Volkswagen Phaeton, um nur einige zu nennen. Zudem war er immer dafür bekannt, großvolumige Motoren in Karosserien von kleineren Autos unterzubringen. So entstanden beispielsweise Konzeptfahrzeuge wie der VW Golf W12 oder der Audi R8 V12 TDI. Bei Porsche baute man ihm bereits in den 1960er Jahren einen 914 mit dem Achtzylinder-Triebwerk aus dem 908. So genannte Technik-Mules mit Antriebskomponenten, die sich noch in der Entwicklung befinden, gibt es hingegen auch bei anderen Herstellern. Und der gelbe Diablo mit Bugatti-W16-Triebwerk war im VW-Konzern auch nicht der einzige Umbau in dieser Richtung. Vor sieben Jahren sichtete ich im Stiftung AutoMuseum Volkswagen in Wolfsburg das Projekt Lamborghini „Chiron“. Wer dabei an das Nachfolgemodell des Bugatti Veyron denkt, liegt tatsächlich falsch. Dieser Diablo erhielt 2009 den sechs Liter großen W12-Motor, den Fans aus VW Phaeton, VW Touareg und Bentley Continental kennen. Den Umbau nahm in diesem Fall die Ausbildungsabteilung von VW vor, um zu beweisen, dass der Techniktransfer möglich ist.

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Bilder: AutoStadt (gelber Diablo), Matthias Kierse (grauer Diablo)