Ausgelöst durch die Meldung zur neuen Sonderausstellung im Škoda Museum im tschechischen Mladá Boleslav zeige ich hier im Blog 20 ausgesuchte Einzelstücke und Prototypen aus der Škoda-Historie. Den Anfang macht streng chronologisch dabei das älteste Fahrzeug, der 973 ‚Babeta‘ von 1953. Dank Allradantrieb und rustikaler Optik sieht man ihm seinen Einsatzzweck direkt an und wird eher nicht in die Versuchung geraten, den ‚Babeta‘ als Vorläufer heutiger SUV-Modelle anzusiedeln.
Der Typ 973 war nie als Modell für Privatkunden geplant, sondern entstand Anfang der 1950er Jahre als kleine Prototypenserie für die tschechoslowakische Armee. Als Anforderungen standen neben dem Allradantrieb vier Sitze und ein abnehmbares Stoffverdeck im Lastenheft. Unter der Haube werkelte ein 1,2 Liter großer Vierzylindermotor mit 33 kW/45 PS. Dies genügte, um den nur 1,19 Tonnen schweren Geländewagen auf bis zu 90 km/h zu beschleunigen. Alternativ entwickelte Škoda auch einen 1,5-Liter-Motor mit 38 kW/52 PS und geringfügig besseren Fahrleistungen. Insgesamt sollen nur rund 30 Exemplare des Typ 973 in Handarbeit zusammengebaut worden sein. Die Armee entschied sich letztlich für ein Konkurrenzprodukt. Škoda verlieh einige Fahrzeuge 1964 an eine Filmproduktionsfirma, die den tschechoslowakischen Musicalfilm ‚If a Thousand Clarinets‘ drehte. Eines der Lieder aus diesem Film wurde zum nationalen Hit: ‚Babeta Went Out into the World‘. Dies führte im Volksmund schnell zum neuen Spitznamen für den Offroad-Prototypen von Škoda.
Bilder: Škoda





