Auf die intern 760 genannte Serie von Prototypen folgte Ende der 1970er Jahre eine weitere Generation Fahrzeuge für ein neues Mittelklassemodell. Hier unterteilte Škoda die Karosserievarianten mit einzelnen Baumustercodes. Hinter der 761 steckte ein Steilheck, 762 beschrieb die Stufenhecklimousine, 763 das Coupé und 764 den Kombi. Für Krankentransporter, Leichenwagen und ähnliche Sonderaufbauten sollte es auch noch den verlängerten Kombi 765 geben. Im Werksmuseum in Mladá Boleslav ist nun ein überlebender Prototyp des 763 Coupés zu sehen.
Man sieht dem 763 an, dass er noch ein gutes Stück von der geplanten Serienfertigung entfernt war. Das Design wirkt eher wie mit einem großen Messer aus dem vollen Block geschnitzt. Die Hauptseitenfenster in den Türen erhielten Metalleinfassungen in Wagenfarbe, während die Dreiecksscheiben davor ohne Umrandung auskommen müssen. Unter der Karosserie verbirgt sich ein konventionelles Fahrwerklayout mit dem Motor vorn und der angetriebenen Achse hinten. Rückblickend hätte die Formensprache noch einiger Feinarbeit bedurft, um nicht nur auf dem tschechischen Heimatmarkt, sondern auch international Käufer zu finden. Andererseits ist es aber auch schade, dass die Modellfamilie erneut aus politisch Gründen gecancelt wurde und es nie zum Verkauf dieses viersitzigen Coupés kam.
Bilder: Škoda






