Ich sehe es Ihren geweiteten Augen an: Sie haben keinerlei Ahnung, was ein Adamastor Furia ist oder wo er herkommt. Gut, dann werde ich Ihnen diesen neuen Supersportwagen im Folgenden etwas näher vorstellen. Tatsächlich kommt das Fahrzeug aus Westeuropa, allerdings aus einem Land, das bisher eher nicht für den Automobilbau bekannt ist: Portugal. Es bleibt auch bei einer eher homöopathischen Dosis, denn insgesamt sollen nur 60 Exemplare des Furia entstehen.
Die kleine Automobilmanufaktur von Adamastor hat ihren Sitz in Porto. Als ehrgeiziges Ziel gab man aus, Rennstreckentechnik und das Fahrgefühl echter Rennwagen auf die Straße übertragen zu wollen. Darüber hinaus möchte man im weiteren Verlauf mit den eigens entwickelten Sportwagen auch selbst am Motorsport teilnehmen. Als Fernziel gilt der Start bei den 24 Stunden von Le Mans. Doch erst einmal gilt es, Erfahrungen in der Entwicklung und Fertigung von Supersportwagen zu sammeln. Der Furia ist hierbei das Erstlingswerk, das auf einem weißen Blatt Papier ohne Vorgaben entstanden ist. Großes Augenmerk galt jedoch von Anfang an der Aerodynamik. So wollte man beispielsweise auf einen großen Heckflügel gern verzichten, da er die Linienführung stört. Stattdessen entwickelte man das Carbon-Monocoque und die darüber angebrachten Karosserieteile aus Kohlefaser so, dass rechts und links neben dem Passagierabteil zwei Venturi-Tunnel entstehen, die am Heck im breiten Diffusor münden. So entsteht unter dem Auto reichlich Anpressdruck. Das Gesamtgewicht soll nur minimal über eine Tonne betragen. Neben der jüngst präsentierten Straßenversion soll es auch eine Variante mit noch mehr Abtrieb für Trackdays geben.

Das vergleichsweise spartanische Cockpit bietet Platz für maximal zwei Passagiere. Für den Fahrer gibt es ein Multifunktionslenkrad mit integriertem Display, auf dem alle wichtigen Fahrzeuginformationen eingeblendet werden. Hinzu kommen acht Knöpfe und fünf farbige Schalter sowie LEDs für die Schaltpunktanzeige. Weitere fünf Drehknöpfe sitzen auf der ansteigenden Mittelkonsole. In die Karosserie und das Monocoque ist ein hochstabiler Überrollkäfig integriert.
Hinter den Passagieren werkelt ein 3,5 Liter großer V6-Biturbomotor von Ford, den Sportwagenfans bereits aus dem GT kennen. Im Furia leistet er 650 PS. Genug, um den Zweisitzer in 3,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und weiter bis auf eine Höchstgeschwindigkeit über 300 km/h zu beschleunigen. Für die Kraftübertragung auf die Hinterräder ist ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe von Hewland an Bord. Hinzu kommen Bremsen von AP Racing und ein voll verstellbares Fahrwerk, das sich an jede Strecke anpassen lässt.

Adamastor plant eine Gesamtproduktion von lediglich 60 Exemplaren des Furia. Der Netto-Grundpreis liegt bei 1,6 Millionen Euro.
Bilder: Adamastor


